Auch gesucht als: zugeschrieben an, Werkstatt von, Umkreis, Echtheitsgarantie Auktion, Zuschreibung Gemälde, Attribution Kunstwerk, Echtheit Garantie Kunstkauf
Die Zuschreibung (Attribution) ordnet ein Werk einem Künstler, seiner Werkstatt, seinem Umkreis oder einer Schule zu. Im Kunsthandel ist zwischen einer unverbindlichen Einschätzung und einer Garantie zu unterscheiden. Eine ausdrückliche Echtheitsgarantie (§ 443 BGB) führt zu verschuldensunabhängiger Haftung, wenn das Werk nicht vom genannten Künstler stammt. Auktionshäuser verwenden Katalogformeln mit abgestufter Bedeutung. Maßgeblich sind die Definitionen in den Katalogbedingungen des jeweiligen Hauses.
- Formel im Katalog (üblich) – Übliche Bedeutung
- Künstlername ohne Zusatz – Nach Auffassung des Hauses vom genannten Künstler
- Zugeschrieben an … – Wahrscheinlich ganz oder teilweise vom Künstler; keine Garantie
- Werkstatt / Atelier von … – In der Werkstatt, möglicherweise unter Aufsicht des Künstlers
- Umkreis / Schule / Nachfolge von … – Zeitnah oder später in dessen Stil, nicht vom Künstler
- Nach … – Kopie oder Nachahmung eines Werkes des Künstlers
Was bedeutet „zugeschrieben an“ im Katalog?
Eine begründete Vermutung, dass das Werk vom Künstler stammt, ohne Garantie. Der Käufer trägt dann das Risiko einer abweichenden Einordnung.
Was folgt aus einer ausdrücklichen Echtheitsgarantie?
Der Käufer kann bei Unechtheit nach den Garantiebedingungen Rückabwicklung oder Schadensersatz verlangen, ohne ein Verschulden des Verkäufers beweisen zu müssen. Reichweite und Frist ergeben sich aus dem Wortlaut.
Wie schützt sich der Sammler?
Durch schriftliche Beschaffenheitsvereinbarung oder Garantie im Kaufvertrag („Das Werk stammt von …“), Einsicht in Werkverzeichnis, Expertisen und Provenienz sowie Rückgabe- oder Rücktrittsklauseln bei Zweifeln.
