
24. September 2026
Anwaltstätigkeit und echte Musikgeschichte?
Juristischer Alltag besteht meist aus Entwürfen, Klagen, Verträgen und Vergleichen. Doch manchmal bietet der Beruf besondere Momente: Wenn Recht, Kulturgeschichte und Wissenschaft an einem Tisch zusammenkommen. Nachdem in den Medien darüber berichtet wurde, kann ich nun auch hier darüber schreiben: Ich durfte die Verhandlungen und behördlichen Akte zur Veräußerung eines Mozart-Teilautographs (KV 265) juristisch begleiten.
Die Geschichte dahinter: Es geht um Mozarts berühmte Variationen über „Ah vous dirai-je, Maman“ (im Deutschsprachigen bekannt als „Morgen kommt der Weihnachtsmann“). Die Originalhandschrift war lange in mehrere Stücke getrennt. Während der Hauptteil bereits seit 2008 in Salzburg lag, befand sich der Rest eines einzelnen, beschnittenen Blattes noch im Besitz der Deutschen Mozart-Gesellschaft (DMG) in Augsburg.
Rechtliche & kulturelle Verantwortung: Ein solches Kulturgut gehört der Allgemeinheit und sollte nicht im Antiquitätenhandel verschwinden. Durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit der Deutschen Mozart-Gesellschaft (DMG) und der Internationalen Stiftung Mozarteum (ISM) Salzburg konnten die beiden Fragmente nun an der wichtigsten Stätte der Mozartforschung weltweit, eben der ISM in Salzburg, zusammengeführt werden. Die Augsburger Allgemeine berichtete über den Verkauf: Augsburger Allgemeine.
Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten und Behörden für die reibungslose und zügige Umsetzung! Der Erlös ermöglicht es nun, die Musik Mozarts in Konzerten weiter lebendig zu halten.















